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LJV Thüringen > Jagdliches Brauchtum

Jagdliches Brauchtum

Landesbläserwettbewerb 2009

Erneute Bundessieger im Jagdhornblasen - Bundessiegertitel bleibt in Ottmannshausen - Die Thüringer Jagdhornbläser e. V.

Am Sonntag (17.5.) fand im Park des Jagdschlosses Kranichstein/Darmstadt der Bundeswettbewerb im Jagdhornblasen statt. Es wurde in zwei Klassen gewertet: Klasse A (24 Fürst-Pless-Horn Gruppen) und Klasse G (25 gemischte Gruppen mit Fürst-Pless- und Parforcehorn). Die Teilnehmer wurden bei den vorangegangen Landeswettbewerben ermittelt, allerdings waren nicht alle Bundesländer vertreten. Die Thüringer Jagdhornbläser e. V. haben sich seit Januar auf dieses große Ereignis vorbereitet und sich in einem kurz zuvor durchgeführten Probelager den „letzten Schliff“ gegeben. Geblasen wurden 4 Jagdsignale, die etwa 20 min vorher ausgelost wurden und ein Selbstwahlstück. Unterstützt von einigen passiven Vereinsmitgliedern konnten die Jagdhornbläser aus Ottmannshausen einen sauberen, fast makellosen Vortrag abliefern und damit den Titel als Bundessieger zum zweiten Male erringen. 965 von 975 möglichen Punkten – nur bei vollster Konzentration und Leistungswillen jedes einzelnen kann so Ergebnis zustande kommen. Wir sind stolz darauf, dass das „Maß der Jagdmusik“ für weitere zwei Jahre an einem Thüringer Verein angelegt werden muss. Groß war auch die Freude, als der Bus in der Heimat eintraf und sich Freunde und Verwandte der Bläsergruppe auf dem Dorfplatz zu einen spontanen Begrüßungsempfang versammelt hatten und einen Umzug mit Blasmusik organisiert hatten, anschließend wurde noch lange gefeiert. Es wird von Mal zu Mal schwieriger, die gesamte Gruppe zum Üben zusammen zu kriegen und auf so einen Wettbewerb vorzubereiten, denn die Berufsausbildung der Jugendlichen und Arbeitsverhältnisse im ganzen Bundesgebiet reißen die Gruppe förmlich auseinander. Umso wichtiger ist unsere Nachwuchsarbeit. Zurzeit werden fünf Kinder mit dem Jagdhorn im Verein ausgebildet. Die überdurchschnittlichen Erfolge in den letzten Jahren sind für unseren Jagdhornbläserverein aus Ottmannshausen Ansporn und Verpflichtung, aber es lastet auch ein großer Erwartungsdruck auf uns. Bis jetzt sind wir gut damit fertig geworden und haben immer noch Spaß daran, doch auch ein Champion sollte sich zur richtigen Zeit zurückziehen.
Nächster „Meilenstein“ wird im kommenden Jahr der Bundeswettbewerb im Parforcehornblasen, der wahrscheinlich in Weimar stattfinden wird!

Jägersprache - Jagdmusik


Das Jagdliche Brauchtum ist so alt wie die Jagd selbst und stellt ein wertvolles Kulturgut dar. Über Jahrhunderte bildeten sich Bräuche und Sitten heraus, die für das deutsche Jagdwesen typisch sind.

Die Jägersprache gehört zu den ältesten Bräuchen der Jagd. Sie umfasst viele bildhafte Ausdrücke bzw. beschreibt Tätigkeiten des Jägers bei der Jagd. Sie entspricht einer lebendigen, sich weiterentwickelnden Sprache. Zahlreiche Elemente der Jägersprache sind in den allgemeinen Sprachschatz des Volkes übernommen worden, viele Ausdrücke unserer täglichen Umgangssprache legen davon Zeugnis ab. Jagdsignale sind ein wichtiger Teil des Brauchtums.

Das Jagdhorn erklingt beim Verblasen der Strecke zu Ehren des Wildes. Es wird aber auch zur Gestaltung und Leitung von Gesellschaftsjagden angewendet. Das gebräuchlichste Jagdhorn ist das Fürst-Pleß-Horn. Es ist ein Naturhorn ohne Ventile, auf welchem die Jagdsignale erklingen. Für Jagdmusik wird das Ventilhorn geblasen. Es hat sich vor allem in den neuen Bundesländern durchgesetzt. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich auch in Thüringen das Parforce-Horn.



Zahlreiche Bläsergruppen in den Thüringer Jägerschaften pflegen diesen Teil des Brauchtums. Eine große Auswahl traditioneller Jagdmusik steht dafür zur Verfügung und wird gern gehört. Landesmeisterschaften, Bundesmeisterschaften und andere Wettbewerbe finden regelmäßig statt.

Die Bruchzeichen haben im jagdlichen Brauchtum eine sehr praktische Bedeutung. Jäger können sich mit gelegten, gestreckten oder an Ästen befindlichen Brüchen (Zweigen) untereinander verständigen.

Das "Streckelegen" am Ende einer Jagd ist der feierliche Abschluss eines Jagdtages. Dabei wird das erlegte Wild entsprechend traditioneller Regeln, nach einer festgelegten Reihenfolge wildartengerecht abgelegt.  Den Schützen werden vom Jagdleiter die Schützenbrüche überreicht. Die Jagdhornbläser verblasen zum Schluss die Strecke und die Jagd wird mit den Signalen "Jagd vorbei" und "Halali" beendet. Ein zünftiges "Schüsseltreiben" für Jäger und Treiber ist der gesellige Abschluss der Jagd.