Gemeinsam für die Artenvielfalt: Erfolgreicher Auftritt auf den DLG-Feldtagen 2026 in Bernburg
Vom 16. bis 18. Juni 2026 fanden in Bernburg (Sachsen-Anhalt) die renommierten DLG-Feldtage statt. Die Veranstaltung zählt zu den wichtigsten Treffpunkten für Landwirtschaft, Wissenschaft, Politik und Praxis in Deutschland und bot auch in diesem Jahr eine hervorragende Plattform für den fachlichen Austausch zu aktuellen Herausforderungen und Zukunftsthemen der Agrarlandschaft.
Der Landesjagdverband Thüringen e.V. und die Stiftung Lebensraum Thüringen e.V. unterstützten gemeinsam ihre Partner, den Deutschen Jagdverband (DJV) sowie den Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e.V., bei der Präsentation des gemeinsamen Niederwild-Kooperationsprojektes „Wilde Feldflur“. Ziel war es, die Bedeutung einer nachhaltigen Niederwildhege und eines modernen Arten- und Biotopschutzes in der Agrarlandschaft einem breiten Fachpublikum näherzubringen.
Während der drei Messetage nutzten zahlreiche Landwirte, Jäger, Naturschützer, Wissenschaftler sowie Vertreter von Behörden und Verbänden die Gelegenheit, sich am Gemeinschaftsstand über konkrete Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt zu informieren. In zahlreichen Gesprächen wurde deutlich, dass der Schutz von Niederwildarten und gefährdeten Feldbewohnern nur durch eine enge Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Jagd und Naturschutz erfolgreich umgesetzt werden kann.
Im Mittelpunkt der Präsentationen standen insbesondere die praktischen Erfahrungen aus dem Projekt „Wilde Feldflur“. Vorgestellt wurden unter anderem bewährte Methoden des aktiven Prädationsmanagements von Raubsäugern und Krähenvögeln als wichtiger Baustein für den Schutz bodenbrütender Vogelarten und anderer gefährdeter Wildtiere. Darüber hinaus wurden verschiedene Habitatmaßnahmen erläutert, die zur Verbesserung der Lebensraumbedingungen in der offenen Feldflur beitragen.
Besonderes Interesse weckten die vorgestellten Maßnahmen zum Schutz des Feldhamsters, einer der am stärksten bedrohten Säugetierarten Deutschlands. Ergänzend dazu informierten die Projektpartner über die fachgerechte Anlage von Blühflächen und strukturreichen Lebensräumen. Dabei wurde den Fachbesuchern praxisnah vermittelt, wie entscheidend die richtige Standortwahl, die Auswahl geeigneter Saatgutmischungen sowie die räumliche Vernetzung einzelner Maßnahmen für deren Erfolg sind. Gleichzeitig wurden die aktuellen agrarförderrechtlichen Rahmenbedingungen erläutert und Möglichkeiten aufgezeigt, wie Naturschutzmaßnahmen sinnvoll in landwirtschaftliche Betriebsabläufe integriert werden können.
Die große Resonanz auf den Gemeinschaftsstand zeigte eindrucksvoll, dass das Interesse an praxisorientierten Lösungen für mehr Biodiversität in der Agrarlandschaft weiterhin hoch ist. Insbesondere die Verbindung von jagdlichem Engagement, wissenschaftlicher Begleitung und landwirtschaftlicher Praxis wurde von vielen Besuchern als vorbildlicher Ansatz wahrgenommen.
Das Fazit der Veranstaltung fällt daher durchweg positiv aus: Gemeinsam mit dem Deutschen Jagdverband und dem Landesjagdverband Sachsen-Anhalt konnte ein deutliches Signal für die Bedeutung der Niederwildhege und des Feldhamsterschutzes gesetzt werden. Beide Themen gehören untrennbar zusammen und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft. Die DLG-Feldtage haben erneut gezeigt, dass erfolgreiche Naturschutzarbeit nur im partnerschaftlichen Miteinander aller Akteure gelingen kann.
Der Landesjagdverband Thüringen und die Stiftung Lebensraum Thüringen werden diesen Weg auch künftig konsequent weiterverfolgen und sich gemeinsam mit ihren Partnern für eine artenreiche und lebenswerte Feldflur einsetzen.
