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Fazit Camp Junge Jäger 2026

Camp Junge Jäger 2026 im Forsthaus Bodenschwende – ein Fazit von Kay Eckart

Vom 7. bis 9. August 2026 versammelten sich rund 35 Jungjäger aus den Neuen Bundesländern sowie Betreuer am idyllisch gelegenen Forsthaus Bodenschwende im Forstbetrieb Süd.

Das weitläufige Revier mit neuer Lehrwerkstatt für Berufsjäger im Ortsteil Obersdorf bei Sangerhausen, das mit seiner beeindruckenden Waldfläche von ca. 21.000 Hektar beste Voraussetzungen für ein lehrreiches Jagdwochenende bot, wurde dabei von erfahrenen Praktikern begleitet. Unter der fachkundigen Leitung von Revierjägermeister Marco Rapp, Revierleiter Roland Heuschel, dem Geschäftsführer des LJV Sachsen-Anhalt, Wolf Last, sowie Nick Wölbing, Obmann der Jungen Jäger, stand ein vielseitiges und praxisnahes Programm auf der Agenda.

Der Auftakt erfolgte am Freitagnachmittag mit der Anreise der Teilnehmer. Nach der offiziellen Begrüßung stimmte Revierjägermeister Marco Rapp die Gruppe auf die jagdlichen Abläufe ein und nahm direkt die Einteilung für den ersten Morgenansitz vor. Beim anschließenden Grillabend nutzten die Waidgesellen die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und zum fachlichen Austausch in geselliger Runde.

Bereits in den frühen Morgenstunden des Samstags galt es, Disziplin zu beweisen: Um 3:30 Uhr schellte der Wecker, damit pünktlich um 4:00 Uhr die Abfahrt ins Revier erfolgen konnte. Obwohl nahezu alle Anwesenden reichlich Anblick von Sauen und Rotwild genießen konnten, blieb das jagdliche Glück beim ersten Ansitz noch verwehrt. Nach dem Signal „Hahn in Ruh“ um 8:00 Uhr und einem ausgiebigen Frühstück folgte um 11:00 Uhr eine hochinteressante Waldexkursion mit Marco Rapp. Der Revierjägermeister veranschaulichte eindrucksvoll die Herausforderungen des großflächigen Waldumbaus im Forstrevier infolge der Sturmschäden durch Orkan „Kyrill“ und des anhaltenden Borkenkäferbefalls.

Gegen Mittag verlegte die Gruppe in die Ausbildungsstätte des Forstbetriebs Süd nach Sangerhausen OT Obersdorf , wo den Jungjägern ein kompakter Einblick in die Berufsjägerausbildung gewährt wurde. Nach der Stärkung beim Mittagessen gestaltete sich der Nachmittag flexibel: Während ein Teil der Gruppe eine Praxis-Demonstration zum Thema Klettersitz verfolgte, nutzten andere die Zeit im Camp zur Erholung oder kühlten sich in der nahegelegenen Wippertalsperre ab.

Der Abendansitz ab 17:00 Uhr brachte schließlich den verdienten jagdlichen Erfolg. Neben hervorragenden Wildbeobachtungen konnte ein Berufsjägeranwärter einen geraden Achtender strecken, zudem kamen zwei Rehböcke zur Strecke. Nach „Hahn in Ruh“ um 22:00 Uhr ließen die erfolgreichen Jäger und Erlebnishungrigen den Jagdtag in geselliger Runde ausklingen und stärkten sich bei einem späten Nachtessen mit deftigem Gulasch und Spätzle.

Auch der Sonntagmorgen begann für einige Unentwegte bereits um 3:30 Uhr mit einem erneuten Morgenansitz, bei dem wiederum Schwarzwild in Anblick trat. Nach dem gemeinsamen Frühstück bildete das traditionelle Verblasen der Strecke durch die eigenen Jagdhornbläser gegen 11:00 Uhr den stimmungsvollen Höhepunkt der Veranstaltung.

Im Anschluss an die offizielle Verabschiedung berieten die Obleute der Jungen Jäger über künftige Projekte und gaben bereits den Ausblick auf das nächste Camp im Jahr 2027, das in Mecklenburg-Vorpommern stattfinden wird. Reich an neuen Praxiseindrücken und jagdlichen Erlebnissen traten die Teilnehmer schließlich die Heimreise an.

Euer Kay Eckart
Obmann Junge Jäger
Landesjagdverband Thüringen

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