Erfolgreicher Start der Infomobil-Schulung in Hohenfelden
Am Wochenende des 21. und 22. März 2026 führte der Landesjagdverband Thüringen e.V. eine zweitägige Schulung zur Ausbildung neuer Infomobil-Betreuerinnen und -Betreuer am Lernort Natur durch. Insgesamt 32 engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung in die Jagdhütte Hohenfelden, um sich für die wichtige Aufgabe der Umweltbildung zu qualifizieren.
Infomobil-Schulung in Hohenfelden der Tag 1:
Begeisterung für Waldpädagogik mit Karin Kühnel
Der erste Schulungstag wurde maßgeblich von Karin Kühnel (Diplom-Forstwirtin und zertifizierte Waldpädagogin) geprägt, die mit großer Leidenschaft und Erfahrung durch das Programm führte. In einem einführenden Theorieteil beleuchtete sie die historischen Wurzeln und die wachsende gesellschaftliche Bedeutung von Umwelt- und Waldpädagogik.
Am Nachmittag wurde es dann praktisch: In kleinen Gruppen arbeiteten die Teilnehmenden aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen. Spielerisch, sinnlich und kreativ erschlossen sie sich die Natur – ganz im Sinne von Karin Kühnel, deren Ansatz Wege beschreibt wie „spielerisch, geheimnisvoll, forschend, still, lachend, suchend, fühlend und vertrauensvoll“.
Die Natur selbst wurde dabei zum Lernraum: Blätterrauschen und Abendstille, Holunderduft und Modergeruch, Moospolster und Steinpyramiden – all diese Eindrücke flossen in die Übungen ein. Im Mittelpunkt stand das gemeinsame Erleben und Gestalten mit Naturmaterialien, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern vor allem emotionale Zugänge schafft.
Infomobil-Schulung in Hohenfelden der Tag 2:
Praxis am Infomobil mit Johannes Raue
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der praktischen Arbeit mit dem Infomobil „Lernort Natur“. Johannes Raue, Obmann für Naturschutz im Landesjagdverband Thüringen, vermittelte den Teilnehmenden sowohl theoretische Grundlagen als auch konkrete Anwendungsmöglichkeiten.
Unter dem Leitgedanken „Was in den Kopf soll, muss unter die Haut“ wurde deutlich, wie wichtig anschauliche, erlebbare Umweltbildung ist. Die Teilnehmenden lernten den Einsatz von Präparaten, Schautafeln und interaktiven Elementen kennen und übten deren zielgruppengerechte Vermittlung.
Neben der fachlichen Weiterbildung bot die Schulung auch Raum für jagdlichen Austausch und intensives Netzwerken. So konnten wertvolle Kontakte geknüpft und Erfahrungen geteilt werden.
Fazit
Die Schulung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig engagierte Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für die Umweltbildung sind. Mit viel Motivation und neuen Impulsen kehren die Teilnehmenden nun in ihre Regionen zurück, um das Infomobil künftig bei Schulen, Kindergärten und Veranstaltungen einzusetzen und Kindern wie Jugendlichen die heimische Natur näherzubringen.