Gruppenfoto zur Krähenjagd mit System in Lohma

Krähenjagd mit System – Seminar und gemeinsame Jagd

ein Beitrag von Paul Meyer zur Heide

Krähenjagd mit System – Seminar und gemeinsame Jagd in Lohma.

Am Samstag, dem 19. September, fand in Lohma bei Schmölln ein intensives Krähenjagdseminar mit anschließender gemeinsamer Jagd statt. Organisiert von Marcel Heidrich und mit Unterstützung und Förderung des Landesjagdverbandes Thüringen e.V., hatten sich vierzehn Teilnehmer eingefunden, um Theorie und Praxis der modernen Lockjagd auf Rabenkrähen zu erlernen und unmittelbar anzuwenden.

Referent des Tages war Nils Kradel, seit über einem Jahrzehnt passionierter Krähenjäger und Geschäftsführer der Lockschmiede. Der theoretische Teil begann mit einer grundlegenden ethischen, moralischen und biologischen Auseinandersetzung. Dabei wurde die Notwendigkeit der Bejagung der Rabenkrähe – insbesondere im Hinblick auf die Niederwildhege – klar herausgearbeitet. Anschließend folgten fundierte Ausführungen zur Biologie der Art, zu den rechtlichen Grundlagen, zu Jagdstrategien und zu den verschiedenen Locktechniken.

Im praktischen Teil ging es dann direkt aufs Feld. Die Teilnehmer errichteten unter Anleitung einen getarnten Stand. Nach erfolgreichen Aufbau wurden die Sicherheitsaspekte bei der gemeinsamen Jagd besprochen und die notwendige Tarnkleidung demonstriert. Nach dem Aufbau des Lockbildes und dem anschließenden Abbau kehrte die Gruppe in den Seminarraum zurück. Dort erklärte Nils Kradel das richtige Spiel des Krähenlockers und die Teilnehmer konnten unter professioneller Anleitung üben.

Zum Abschluss des Seminartages gab Felix von der Waffenwelt Frey in Eisenberg eine ausführliche Übersicht über geeignete Flinten und die passende Munition für die Krähenjagd.

Im Anschluss stand die gemeinsame Revierbegehung an. Die Teilnehmer wurden von Marcel auf die Stände eingeteilt und konnte diese schon einmal besichtigen.

Dann ging es für alle schon Richtung Schlafgelegenheit, da die Krähenjagd frühes Aufstehen erfordert.

Krähenjagd mit System - Fotos von Annkathrin Just

Am Sonntagmorgen trafen sich die Teilnehmer bereits gegen 5:00 Uhr im Revier. Nach Begrüßung, Freigabe und Einteilung der Hundeführer bezogen vier Teams zu je drei Jägern (jeweils zwei Schützen und ein Hundeführer) ihre Stände und bauten die Lockbilder wie am Vortag erlernt auf. Schon kurz nach dem ersten Einsatz der Locker stellte sich Anflug ein – bei fast allen Teams kamen Rabenkrähen in den Anblick.

Neben den Krähen bot der Morgen noch ein besonderes Naturschauspiel: Mehrere Rudel Muffelwild zogen dicht an einigen Ständen vorbei und machten diesen Jagdmorgen zu einem unvergesslichen Erlebnis. Um 7:30 Uhr war Hahn in Ruh; die Teilnehmer bauten die Lockbilder wieder ab und trafen sich am Sammelplatz. Insgesamt kamen fünf Rabenkrähen zur Strecke.

Die Stimmung unter den Teilnehmern war durchweg positiv. Die Gruppe harmonierte hervorragend, und die Freude, das am Vortag Gelernte erfolgreich umsetzen zu können, war groß.

Das Ziel Seminars, die Krähenjagd fundiert nahezubringen und dafür zu begeistern war spürbar erfüllt. Dies zeigt auch wie wichtig die Weiterbildung und die praktische Vermittlung von solchen Themen ist.

An dieser Stelle auch nochmal ein großes Dankschön an Marcel, die Hundeführer und Nils; es war ein wirklich tolles und erfolgreiches Jagdwochenende!

Weidmannsheil!

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