Infografik zur Radiokampagne Wildunfälle vermeiden

Radiokampagne Wildunfälle vermeiden-Ehrenamt sichtbar machen

Landesjagdverband Thüringen startet Radiokampagne: Mehr Sicherheit auf den Straßen und mehr Sichtbarkeit für das Ehrenamt

Radiokampagne Wildunfälle vermeiden: Ab dem 17. Oktober 2026 ist der Landesjagdverband Thüringen e. V. (LJVT) erneut eine Woche auf LandesWelle Thüringen zu hören. Mit einer landesweiten Radiokampagne zur Wildunfallprävention sensibilisiert der Verband Verkehrsteilnehmer für die besonderen Gefahren während der Herbstmonate und rund um die bevorstehende Zeitumstellung. Gleichzeitig rückt ein weiterer Radiospot das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Thüringer Jägerschaft in den Mittelpunkt.

Wildunfälle vermeiden – gerade jetzt ist besondere Vorsicht geboten

Mit kürzer werdenden Tagen und der bevorstehenden Zeitumstellung am 25. Oktober steigt insbesondere in den Morgen- und Abendstunden das Risiko von Wildunfällen. Viele Wildtiere sind in der Dämmerung besonders aktiv. Gleichzeitig verlagert sich der Berufsverkehr zunehmend in diese sensiblen Zeiten.

Jährlich ereignen sich in Thüringen mehrere Tausend Wildunfälle. Besonders häufig betroffen ist das Rehwild, aber auch Wildschweine, Hirsche und zahlreiche kleinere Wildtierarten geraten in den Straßenverkehr. Die Folgen können für Mensch und Tier erheblich sein.

Mit der neuen Radiokampagne möchte der LJVT möglichst viele Thüringerinnen und Thüringer erreichen und für ein vorausschauendes Fahrverhalten sensibilisieren.

Tierfund-Kataster: Jeder kann helfen

Wo passieren besonders viele Wildunfälle? Antworten liefert das Tierfund-Kataster. Dort können Verkehrsteilnehmer Wildunfälle und Totfunde unkompliziert melden.

Die Daten helfen Wissenschaftlern, Straßenbaubehörden und Jägern dabei, Unfallschwerpunkte zu erkennen und gezielt Maßnahmen zum Schutz von Mensch und Tier umzusetzen.

Die wichtigsten Hinweise um Wildunfälle zu vermeiden

  • Besonders in Waldgebieten und entlang von Feldrändern aufmerksam fahren.

  • In der Dämmerung die Geschwindigkeit reduzieren und ausreichend Abstand halten.

  • Bei Wild am Straßenrand kontrolliert abbremsen, gegebenenfalls hupen und mit weiteren Tieren rechnen.

  • Riskante Ausweichmanöver vermeiden, um schwere Verkehrsunfälle zu verhindern.

  • Nach einem Wildunfall die Unfallstelle sichern, die Polizei verständigen und verletzte Wildtiere keinesfalls eigenständig verfolgen.

  • Unfallbescheinigung für die Versicherung sichern.

Bereits eine angepasste Geschwindigkeit kann entscheidend dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden oder deren Folgen zu verringern.

Ehrenamt sichtbar machen – Jagd ist mehr als Wildbewirtschaftung

Neben dem aktuellen Spot zur Wildunfallprävention wird im Wechsel auch der bereits im vergangenen Jahr produzierte Radiospot zum jagdlichen Ehrenamt ausgestrahlt.

Damit möchte der Landesjagdverband erneut auf die vielfältigen Leistungen aufmerksam machen, die Thüringens Jägerinnen und Jäger Jahr für Jahr freiwillig und oftmals im Hintergrund erbringen.

Ob Rehkitzrettung vor der Wiesenmahd, Biotop- und Lebensraumpflege, Artenschutz, Umweltbildung mit Kindern und Jugendlichen, Wildunfallnachsorge oder die Unterstützung wissenschaftlicher Wildtiererfassungen – das ehrenamtliche Engagement der Jägerschaft ist ein wichtiger Bestandteil des praktischen Natur- und Artenschutzes im Freistaat.

Viele dieser Leistungen werden von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Die Radiokampagne soll deshalb auch dazu beitragen, ein differenziertes und realistisches Bild der Jagd zu vermitteln und das gesellschaftliche Verständnis für die Arbeit der Jägerschaft zu stärken.

Öffentlichkeitsarbeit ist gelebte Interessenvertretung

Für den Landesjagdverband Thüringen ist die Radiokampagne zugleich ein wichtiger Baustein seiner kontinuierlichen Öffentlichkeitsarbeit.

Eine starke Interessenvertretung findet nicht ausschließlich in politischen Gesprächen, Fachgremien oder bei der Begleitung jagdrechtlicher Entwicklungen statt. Sie muss auch dort sichtbar und hörbar sein, wo sich die öffentliche Meinung bildet.

Mit der Präsenz auf LandesWelle Thüringen erreicht der Verband Menschen weit über die eigenen Mitglieder und die jagdlich interessierte Öffentlichkeit hinaus.

Gerade darin liegt ein wesentlicher Mehrwert für unsere Mitglieder: Die vielfältigen Leistungen der Jägerschaft werden öffentlich vermittelt, gesellschaftliche Vorbehalte können durch sachliche Informationen abgebaut und das Verständnis für eine verantwortungsvolle, waidgerechte Jagd gestärkt werden.

Die Kampagne verdeutlicht zugleich, dass die Mitgliedschaft im LJVT mehr bedeutet als die Inanspruchnahme einzelner Serviceleistungen. Durch die gemeinsame Verbandsarbeit werden Projekte und Maßnahmen ermöglicht, von denen die gesamte organisierte Jägerschaft profitiert.

Öffentlichkeitsarbeit ist damit auch eine Investition in die gesellschaftliche Akzeptanz der Jagd, die Wertschätzung des Ehrenamtes und die Zukunft unserer Mitglieder und Kreisjagdverbände.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Mit der Verbindung aus aktueller Wildunfallprävention und der Würdigung des jagdlichen Ehrenamtes setzt der LJVT bewusst auf zwei Themen, die unmittelbar mit dem Alltag vieler Menschen verbunden sind. Die Kampagne zeigt: Jägerinnen und Jäger übernehmen Verantwortung – für Wildtiere und ihre Lebensräume, für die Sicherheit im Straßenverkehr und für das gesellschaftliche Miteinander im ländlichen Raum.

Der Landesjagdverband Thüringen bedankt sich bei allen ehrenamtlich Engagierten, die mit ihrem täglichen Einsatz dazu beitragen, diese Verantwortung mit Leben zu erfüllen.

Ab dem 17. Oktober 2026 heißt es deshalb auf LandesWelle Thüringen: Einschalten, aufmerksam bleiben und mehr über die Arbeit der Thüringer Jägerschaft erfahren!

Landesjagdverband Thüringen e. V. – Gemeinsam für Jagd, Natur und Gesellschaft.

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