Siebtes Wolfsterritorium in Thüringen

Siebtes Wolfsterritorium in Thüringen bestätigt

Jägerschaft unterstützt Monitoring vor Ort – Siebtes Wolfsterritorium in Thüringen

In Thüringen ist ein weiteres Wolfsterritorium bestätigt worden. Am Großen Kalmberg zwischen dem Ilm-Kreis und dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt hat sich nach aktuellen Erkenntnissen ein Wolfspaar angesiedelt. Die Bestätigung gelang durch Fotofallenaufnahmen sowie genetische Proben. Eine wichtige Rolle spielte dabei auch die Unterstützung aus der regionalen Jägerschaft.

Nach Angaben des Landesjagdverband Thüringen e.V. tragen insbesondere ausgebildete Wolfsbeauftragte der örtlichen Jägerschaften maßgeblich zum Monitoring bei. Diese wurden gemeinsam mit dem Verband sowie dem Kompetenzzentrum Wolf/Biber/Luchs (KWBL) geschult und helfen dabei, Hinweise aus der Fläche zu dokumentieren, Spuren zu sichern und das Monitoring fachlich zu unterstützen.

Mit dem neu bestätigten Territorium gibt es derzeit rund 30 standorttreue Wölfe in Thüringen. Die zunehmende Ausbreitung der Art stellt Politik, Weidetierhalter und Naturschutz gleichermaßen vor neue Herausforderungen.

Parallel dazu wird auf politischer Ebene über Anpassungen im Umgang mit dem Wolf diskutiert. Nach einem Beschluss des Bundes soll der Wolf künftig in das Bundesjagdgesetz aufgenommen werden. Der beschlossene Gesetzentwurf zur Änderung des Bundesjagdgesetzes und des Bundesnaturschutzgesetzes, der den Wolf ins Jagdrecht aufnimmt und den Abschuss vereinfacht, muss noch Ende März 2026 den Bundesrat passieren.

In Thüringen bereitet das Umweltministerium daher Änderungen im Landesrecht vor. Vorgesehen ist unter anderem, die Jagdzeitenverordnung anzupassen und einen Managementplan für den Umgang mit der wachsenden Wolfspopulation zu erarbeiten.

Ziel dieser Regelungen ist es, insbesondere bei sogenannten Problemwölfen schneller reagieren zu können – etwa wenn trotz ausreichender Schutzmaßnahmen wiederholt Nutztiere gerissen werden. Gleichzeitig bleibt der Wolf weiterhin eine geschützte Art.

Der Präsident des Landesjagdverband Thüringen e.V., Ludwig Gunstheimer, betont die Bedeutung eines ausgewogenen Umgangs mit der Rückkehr des Wolfs:

„Die Jägerschaft in Thüringen unterstützt ein sachliches und wissenschaftlich fundiertes Wolfsmonitoring. Unsere ausgebildeten Wolfsbeauftragten leisten einen wichtigen Beitrag zur Datenerhebung im Land. Gleichzeitig brauchen wir praktikable Lösungen, die den Schutz der Weidetierhalter ebenso berücksichtigen wie den Artenschutz.“

Aus Sicht des Verbandes zeigt die Bestätigung des neuen Territoriums erneut, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit zwischen Behörden, Wissenschaft und der Jägerschaft ist. Nur durch ein verlässliches Monitoring und klare Regelungen könne der Umgang mit der wachsenden Wolfspopulation langfristig erfolgreich gestaltet werden.

Karte über Wolfsterritorium in Thüringen mit 7 Standorten

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