Poster Bundesjägertag 2026

Bundesjägertag 2026 in Suhl – Nachbetrachtung

Bundesjägertag 2026 in Suhl: Thüringen baut Brücken für die Zukunft der Jagd

Bundesjägertag 2026 in Suhl – Nachbetrachtung: Mit dem Bundesjägertag 2026 in Suhl ist Thüringen zum Mittelpunkt der organisierten Jägerschaft in Deutschland geworden. Mehr als 400 Delegierte, Gäste und Vertreter aus Politik, Jagd und Gesellschaft kamen in der Waffen- und Jagdstadt zusammen, um über die Zukunft der Jagd zu beraten. Für den Landesjagdverband Thüringen war es eine besondere Ehre, Gastgeber dieses richtungsweisenden Treffens zu sein.

Unter dem Motto „Kompetenz im Revier – Ethik im Handeln“ standen die großen Herausforderungen der Jagd im Mittelpunkt: die Rolle der Jagd beim Waldumbau, das Wolfsmanagement, die Evaluierung des Waffenrechts sowie die Frage, wie die Jägerschaft ihre Leistungen noch stärker in die Gesellschaft hinein vermitteln kann.

Bundesjägertag 2026 in Suhl: Ein starkes Signal aus Thüringen

Gerade in einer Zeit, in der unterschiedliche Positionen innerhalb der Jägerschaft sichtbar werden, hat der Bundesjägertag in Suhl ein wichtiges Zeichen gesetzt: Thüringen ist ein Ort des Dialogs und des Miteinanders. In Suhl wurden Brücken gebaut – zwischen den Landesjagdverbänden, zwischen Politik und Jägerschaft und zwischen Tradition und den Anforderungen an eine moderne, verantwortungsvolle Jagd.

Dies zeigte sich bereits bei der Eröffnung. DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke begrüßte die Delegierten und Gäste und konnte dabei ein besonderes Ereignis hervorheben: Erstmals seit Jahren nahm mit Hubert Stärker wieder der amtierende Präsident des Bayerischen Jagdverbandes an einem Bundesjägertag teil.

Hubert Stärker: Geschlossenheit ist der Schlüssel

Der Auftritt des neuen Präsidenten des Bayerischen Jagdverbandes setzte ein deutliches Zeichen. Hubert Stärker, der rund 52.000 Jägerinnen und Jäger in Bayern vertritt, warb eindringlich für Geschlossenheit und Glaubwürdigkeit innerhalb der organisierten Jägerschaft.

Er machte deutlich, dass die für die Jagd entscheidenden Debatten in Politik und Gesellschaft geführt werden und die Jägerschaft deshalb nur dann Gehör findet, wenn sie mit einer Stimme spricht und ihre Leistungen transparent und selbstbewusst vermittelt. Seine Botschaft fand große Zustimmung und unterstrich das, was der Bundesjägertag in Suhl insgesamt auszeichnete: den Willen zum Miteinander und zur gemeinsamen Interessenvertretung.

Politik bekennt sich zur Jagd

Mit den Grußworten hochrangiger politischer Vertreter erhielt der Bundesjägertag auch eine starke politische Dimension.

Der Suhler Oberbürgermeister André Knapp betonte die enge historische Verbindung seiner Stadt zur Jagd und unterstrich, dass Jägerinnen und Jäger aus der Mitte der Gesellschaft kommen und die Jagd damit ihren festen Platz in der gesellschaftlichen Mitte hat.

Der Thüringer Ministerpräsident Mario Voigt fand klare Worte: „Die Jagd gehört zu Deutschland.“ Er hob die Bedeutung der Jagd für den Waldumbau hervor und sprach sich für ein kluges Wolfsmanagement aus, das die Interessen der Weidetierhalter ebenso berücksichtigt wie den Natur- und Artenschutz. Auch beim Waffenrecht stellte er klar, dass legale Waffenbesitzer verantwortungsbewusst handeln und die Bekämpfung illegaler Waffen in den Mittelpunkt gestellt werden müsse.

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer würdigte die Leistungen der Jägerinnen und Jäger bei Hege und Pflege sowie bei Projekten wie der Kitzrettung. Zugleich warb er für den Abbau bürokratischer Hürden und dafür, weitere konfliktträchtige Arten wie Fischotter, Kormoran und Saatkrähe stärker in den Blick zu nehmen.

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz richtete sich per Videobotschaft an die Delegierten und unterstrich die Bedeutung der Jagd für die Erfüllung gesellschaftlicher Aufgaben. Dabei verwies er auf die Umsetzung der Vereinbarungen der Bundesregierung, insbesondere hinsichtlich des Umgangs mit dem Wolf.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, Christoph de Vries, informierte die Delegierten über den Stand der Evaluierung des Waffenrechts und sicherte zu, dass die umfangreichen Stellungnahmen der Verbände in die weiteren Beratungen einbezogen werden.

Ethik und Verantwortung bleiben Kern der Jagd

DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke stellte in seiner Rede die jagdethischen Grundlagen in den Mittelpunkt. Respekt vor dem Wild, Verantwortung für Natur und Lebensräume sowie die Weitergabe jagdlicher Werte an kommende Generationen seien unverzichtbare Grundlagen der Jagd.

Ebenso deutlich positionierte er sich beim Waffenrecht. Pauschale Verdächtigungen gegenüber legalen Waffenbesitzern lehnte er entschieden ab und forderte eine sachliche Debatte, die sich an tatsächlichen Problemen und nicht an Symbolpolitik orientiert.

Delegiertenversammlung setzt Zeichen der Geschlossenheit

Besondere Aufmerksamkeit galt der nicht öffentlichen Delegiertenversammlung. Dort wurde deutlich, dass die große Mehrheit der organisierten Jägerschaft an einem solidarischen und konstruktiven Miteinander festhält.

Die Delegierten bekräftigten mit großer Mehrheit die Bedeutung der Einheit des Deutschen Jagdverbandes und machten deutlich, dass die gemeinsame Vertretung jagdlicher Interessen nicht in Frage gestellt werden darf. Die Versammlung setzte damit ein klares Signal für Zusammenhalt und gegen Bestrebungen, die Geschlossenheit der organisierten Jägerschaft zu schwächen.

Gerade dieses Ergebnis zeigt, welche Bedeutung der Bundesjägertag in Suhl hatte. Thüringen war nicht nur Gastgeber einer wichtigen Verbandsveranstaltung, sondern auch Ort eines offenen und konstruktiven Austauschs. In einer Zeit vielfältiger jagdpolitischer Herausforderungen wurde hier deutlich, dass die Zukunft der Jagd nur gemeinsam gestaltet werden kann.

Thüringen als Gastgeber und Brückenbauer

Der Landesjagdverband Thüringen ist stolz darauf, Gastgeber dieses Bundesjägertages gewesen zu sein. Von Suhl geht ein starkes Signal aus: Die organisierte Jägerschaft steht vor großen Aufgaben, aber sie verfügt auch über die Kraft, diese gemeinsam zu bewältigen.

Der Bundesjägertag 2026 hat gezeigt, dass Thüringen Brücken bauen kann – zwischen Verbänden, zwischen Politik und Jägerschaft und zwischen unterschiedlichen Positionen innerhalb der Jagd. Diese Geschlossenheit und Dialogbereitschaft werden entscheidend sein, um die Interessen der Jagd auch künftig erfolgreich zu vertreten.

Gleichzeitig hat der Bundesjägertag in Suhl eindrucksvoll verdeutlicht, worauf die Jagd in Deutschland aufbaut: auf Verantwortung, Zusammenhalt und einem festen ethischen Fundament. Mit der Verabschiedung des neuen Positionspapiers zur Jagdethik haben die Delegierten ein klares Bekenntnis zur Waidgerechtigkeit und zur verantwortungsvollen Jagdausübung abgelegt. Bereits am Freitag war dieses Papier in einem intensiven Workshop der Landesjagdverbände vorbereitet und inhaltlich geschärft worden. Das Ergebnis ist ein gemeinsamer Kompass für die Zukunft der Jagd – modern in der Ausrichtung, aber fest verankert in den bewährten Grundsätzen jagdlichen Handelns.

Ein besonderer und emotionaler Höhepunkt des Bundesjägertages war die feierliche Hubertusmesse in der Kreuzkirche zu Suhl. Sie führte eindrucksvoll vor Augen, dass die Jagd nicht allein durch Gesetze und politische Entscheidungen geprägt wird, sondern ebenso durch Werte, Brauchtum und gelebte Gemeinschaft. Unser herzlicher Dank gilt dem Obmann für jagdliches Brauchtum des Landesjagdverbandes Thüringen, Herrn Thomas Franke, der diese besondere Feier mit großem Engagement begleitet hat. Ebenso danken wir allen Jagdhornbläserinnen und Jagdhornbläsern, die mit ihren Klängen für einen bewegenden und unvergesslichen Moment sorgten.

Ein besonderer Dank gebührt zudem Herrn Thomas Hanf und Frau Kathrin Heß (Jägerschaft Suhl), die die Kreuzkirche mit viel Liebe zum Detail, großem persönlichem Einsatz und spürbarer Hingabe ausgestaltet haben. Sie haben einen würdigen Rahmen geschaffen, der die Hubertusmesse zu einem Höhepunkt des Bundesjägertages werden ließ.

Zur besonderen Wertschätzung trug auch die Anwesenheit des Thüringer Ministers für Umwelt, Naturschutz und Forsten, Tilo Kummer, bei. Er nahm am Freitag an der feierlichen Hubertusmesse in der Kreuzkirche teil und eröffnete anschließend gemeinsam mit dem Präsidenten des Landesjagdverbandes Thüringen, Ludwig Gunstheimer, den Begrüßungsabend im Congress Centrum Suhl. Sein Besuch unterstrich die Bedeutung des Dialogs zwischen Politik und organisierter Jägerschaft sowie die enge Verbundenheit des Freistaates Thüringen mit den Anliegen von Jagd, Natur- und Artenschutz.

Nach intensiven Beratungen, wegweisenden Beschlüssen und vielen guten Gesprächen fand der Bundesjägertag am Samstagabend seinen stimmungsvollen Abschluss. Beim Festabend kamen Delegierte, Gäste und Freunde der Jagd noch einmal zusammen, um die Begegnungen und Eindrücke der vergangenen Tage in geselliger Runde ausklingen zu lassen. Die Band „Red Heaven“ sorgte dabei für die passende musikalische Begleitung und ließ den Bundesjägertag gleichermaßen würdevoll wie tanzfreudig enden.

Der Landesjagdverband Thüringen bedankt sich bei allen Delegierten, Gästen, Unterstützern, Helferinnen und Helfern sowie den zahlreichen Ehrenamtlichen, die mit ihrem Engagement zum Gelingen dieses besonderen Bundesjägertages beigetragen haben. Unser besonderer Dank gilt dem gesamten Team des Deutschen Jagdverbandes, das die Vorbereitung und Durchführung des Bundesjägertages mit großer Professionalität, Vertrauen und hervorragender Zusammenarbeit begleitet hat. Ebenso danken wir dem gesamten Team des Congress Centrum Suhl, das mit großer Gastfreundschaft, Engagement und höchster Professionalität dafür gesorgt hat, dass sich die Delegierten und Gäste in Thüringen willkommen fühlten und der Bundesjägertag einen würdigen Rahmen erhielt.

Ein herzliches Dankeschön gilt darüber hinaus allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Landesjagdverbandes Thüringen, die im Hintergrund mit großem persönlichen Einsatz unzählige Stunden geleistet haben. Sie alle haben dazu beigetragen, dass der Bundesjägertag 2026 in Suhl nicht nur eine gelungene Verbandsveranstaltung, sondern ein starkes Zeichen des Zusammenhalts und der Gemeinschaft der deutschen Jägerschaft geworden ist.

Fazit von Ludwig Gunstheimer Präsident LJVT e.V.

„Wir haben in Suhl nicht nur einen Bundesjägertag ausgerichtet, wir haben Begegnungen ermöglicht, Vertrauen gestärkt und Brücken gebaut. Die Beschlüsse dieses Wochenendes und die vielen persönlichen Gespräche zeigen: Die Zukunft der Jagd liegt im Miteinander. Dafür steht Thüringen, und darauf können wir als Landesjagdverband mit Stolz zurückblicken.“ 

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